Liebe Bundesregierung,
wir hören noch heute mit dem Kartentausch auf – wenn …
- Geflüchtete ihr Geld wieder auf ein reguläres Bankkonto erhalten.
- sie selbst entscheiden dürfen, wo und wie sie bezahlen.
- sie nicht mehr an der Supermarktkasse um Teilhabe betteln müssen.
- Integration nicht durch Misstrauen, sondern durch Vertrauen möglich wird.
- Menschlichkeit nicht verordnet, sondern gelebt wird.
Solange das nicht der Fall ist, tauschen wir weiter. Für Würde. Für Selbstbestimmung. Für ein echtes Miteinander.
FAQ zur Bezahlkarte
Was ist die Bezahlkarte für Geflüchtete?
Die Bezahlkarte ist eine von der Bayerischen Staatsregierung geforderte und inzwischen flächendeckend eingeführte Karte, mit der Geflüchtete ihre Sozialleistungen erhalten. Sie ersetzt weitgehend Bargeld und kann nur in bestimmten Geschäften und für bestimmte Zwecke genutzt werden.
Wer ist betroffen?
Die Karte richtet sich an Geflüchtete, die staatliche Leistungen beziehen. Andere Sozialleistungsempfänger sind derzeit nicht betroffen – es gibt jedoch politische Stimmen für eine Ausweitung.
Warum gibt es die Bezahlkarte?
Die Staatsregierung argumentiert mit Missbrauchsprävention und effizienterer Verwaltung. Kritiker sehen vor allem Kontrolle und Diskriminierung.
Welche Einschränkungen gibt es?
- Bargeldabhebungen sind stark begrenzt.
- Überweisungen sind in der Regel nicht möglich.
- Die Karte funktioniert nur in ausgewählten Geschäften.
- Wichtige Zahlungen (Miete, Handy, Vereine, Deutschlandticket) sind oft nur nach Freischaltung beim Landratsamt möglich.
Warum wird sie kritisiert?
- Sie diskriminiert Geflüchtete und schränkt finanzielle Selbstbestimmung ein.
- Sie erschwert den Alltag und erzeugt zusätzlichen Behördenaufwand.
- Studien zeigen keinen positiven Effekt der Maßnahme.
- Es droht finanzielle Ausbeutung (historische Erfahrungen mit ähnlichen Systemen).
Was macht die Initiative Kartentausch Herzogenaurach?
Wir setzen uns dafür ein, dass Geflüchtete in Herzogenaurach von der Bezahlkarte befreit werden. Ein zentraler Baustein ist der Gutscheinkartentausch: Geflüchtete kaufen im Supermarkt Gutscheine, Bürgerinnen und Bürger tauschen Bargeld dagegen. Mehr zum Gutscheintausch
Wie kann ich helfen?
- Informieren und weitersagen
- Politischen Druck aufbauen
- Bei Tauschaktionen mit Bargeld oder Organisation unterstützen – Mitmachen
- Gutscheine mit ScanGut erfassen
Ist Kartentausch legal?
Wir organisieren einen privaten Eins-zu-eins-Tausch: gleicher Wert Gutschein und Bargeld, ohne Aufschlag. Das ist Nachbarschaftshilfe, keine Rechtsberatung. Hintergrund zur Bezahlkarte beim Flüchtlingsrat Bayern und bei PRO ASYL.
Welche Gutscheine werden getauscht?
In der Regel Supermarkt- und Drogerie-Gutscheine (z. B. Edeka, Rewe, Lidl, Aldi, Ebl, dm, Müller, Rossmann), teils Baumarkt und Herzogutschein. Details unter Unsere Tauschaktion.
Was, wenn kein Bargeld mehr da ist?
Dann können wir vorübergehend nicht weiter tauschen. Status und nächste Möglichkeiten teilen wir über Instagram und WhatsApp. Unterstützerinnen und Unterstützer mit Bargeld sind deshalb wichtig – Mitmachen.
Geht Online-Shopping mit der Bezahlkarte in Bayern?
Online und an vielen Orten ohne Kartenzahlung ist Einkaufen oft unmöglich oder stark eingeschränkt. Genau deshalb brauchen Betroffene mehr Bargeld – und deshalb gibt es den Kartentausch. Mehr vor Ort: Bezahlkarte in Herzogenaurach.
Wann und wo findet der Tausch statt?
Am ersten Donnerstag im Monat im Klapperadatsch, Ritzgasse 6, Herzogenaurach (Busbahnhof An der Schütt). Termine & Karte
Wo bekomme ich mehr Informationen?
E-Mail: · Instagram · WhatsApp-Community · Flüchtlingsrat Bayern · Flyer (PDF)